SVHU Sportland wird nach Wasserschaden saniert / Ausbaupläne müssen warten

Ein Rohrbruch in der Zuleitung zur Bewässerungsanlage des benachbarten Fussballfeldes auf der Henstedt-Ulzburger B-Anlage am Beckersberg sorgte im August 2020 für einen schweren Wasserschaden im SVHU Sportland. Das Sportland beherbergt im Untergeschoss neben einigen Umkleideräumen und Duschen einen mit Parkettboden ausgelegten Kursraum, eine Saunaanlage, die Salz-Oase und weitere Versorgungsräume. Allein der Kursraum stand in kürzester Zeit bis zu 10 cm tief unter Wasser, bevor auch alle anderen Räume betroffen waren. Hausmeister Michael Willems stoppte mit einem herbeigeeilten Fachunternehmen den Wasserfluss aus der abgerissenen Leitung.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und pumpte das stehende Wasser aus dem inneren der Sporteinrichtung des SVHU. Böden und Wände im gesamten Erdgeschoss waren vollständig durchnässt. Die Räumlichkeiten im gesamten Erdgeschoss sind durch die Feuchtigkeit und die anschließende Pilzbildung in Wänden und Boden bis heute nicht nutzbar. Mehrfach wurde der Schaden durch Verantwortliche des SVHU, der Gemeindeverwaltung, der Versicherungen und von Ingenieuren und Architekten bis Mitte November 2020 begangen, besichtigt und eingeschätzt. Schnell war klar, dass dem Problem mit einfachen Reparaturen nicht beizukommen ist. Eine vollständige Sanierung des Untergeschosses einschließlich der veralteten Wasser- und Heizungsanlage ist mindestens erforderlich, um den Sportbetrieb wieder aufnehmen zu können.

Der mit einer vollständigen Sanierung verbundene hohe bauliche Aufwand ließ die Verantwortlichen des SVHU darüber nachdenken in diesem Zuge einen zusätzlichen Ausbau des Sportlandes mit weiteren Kursräumen, umgestalteten und modernisierten Umkleideräumen und einem Platz für die Geschäftsstelle im Herzen des Vereins zu schaffen. Es folgten Gutachten und Planungen mit Architekten und Ingenieuren. Diesen vorausschauenden Gedanken musste der Verein nun hintenanstellen und beschloss im Rahmen einer digitalen Vorstandssitzung die vollständige Sanierung der bestehenden Anlage.

Der Henstedt-Ulzburger Großsportverein verlor im Zuge der Corona Pandemie bereits 20% seiner Mitglieder und schrumpfte von ehemals 4800 auf nun knapp 4000 Mitglieder. „Der Pandemie-Bedingte Rückgang der Mitgliederzahlen erlaubt uns keine großen Sprünge. Mit der Sanierung des Sportlandes wollen wir jedoch zeitgleich Optionen schaffen, um die Modernisierung und den Ausbau zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können. Vorrangig ist es unser Ziel unseren Mitgliedern wieder so schnell wie möglich den vollen Umfang unseres sportlichen Angebotes zur Verfügung zu stellen“, sagt Bernd-Dieter Stoffer. Der pensionierte Berufsschullehrer ist im Vorstand des SVHU e.V. für die infrastrukturellen Fragen verantwortlich. Die Sanierung des Sportlandes wird nach ersten Schätzungen ca. 410.000 € kosten. Die Anträge für die Bezuschussung durch den Kreis- und Landessportverband sowie die Gemeinde Henstedt-Ulzburg werden noch in dieser Woche gestellt. Der SVHU hofft auf eine schnelle Bearbeitung und die Zustimmung von Kreis, Land und Gemeinde, um so schnell wie möglich mit den Baumaßnahmen beginnen zu können. Doch bevor der SVHU mit der Sanierung des Sportlandes beginnen kann, muss die ebenfalls sanierungsbedürftige Oberflächenentwässerung rund um das Sportland erneuert werden. „Ohne eine funktionierende Oberflächenentwässerung ist es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Wasserschaden das Sportland erreicht,“ sagt Stoffer. „Die Erneuerung der Oberflächenentwässerung sollte, wenn es nach uns geht, im Zuge der Sanierung der B-Anlage mit Fussballfeld, Laufbahn und weiteren Einrichtungen für die Leichtathletik erfolgen, die noch im April durch die Gemeinde Henstedt-Ulzburg aufgenommen wird“, so Stoffer weiter.

Von dem erfolgreichen Zusammenspiel der verschiedenen Sanierungsschritte hängt für den SV Henstedt-Ulzburg viel ab, um mit dem Ende der Corona Maßnahmen wieder im vollen Umfang für die Mitglieder da zu sein. „Wir sind aber auch nicht traurig, wenn die Pandemie bereits vor dem Abschluss der Sanierung beendet ist. Der Wunsch endlich wieder gemeinsam Sport zu treiben und etwas für sich zu tun ist riesengroß. Sollte das der Fall sein, werden wir für unsere Kurse aus dem Sportland Angebote in den Sporthallen der Gemeinde schaffen, bis das Sportland wieder öffnen kann und im neuen Glanz zur Verfügung steht“, fasst Bernd-Dieter Stoffer zusammen.